Kroatien 2017 – Part 1 – Auf dem Weg nach Slowenien / Lake Bohinj

Wo soll es diesen Sommer hingehen. Nach einigen (verlängerten) Wochenendtrips stand der erste große Urlaub mit dem Wohnmobil an. Eigentlich wollte ich nach Skandinavien, was aber aufgrund der benötigeten Zeit aus Süddeutschland wohl nicht unter 3-4 Wochen gemütlich machbar wäre. Diese Zeit stand leider nicht zu Verfügung und so wurde überlegt, was es alternativ sein könnte. Prinzipiell bin ich natürlich nicht der Typ, der 14 Tage irgendwo hin fahren kann und dann die Beine hoch legt und sich die Sonne auf den Bauch scheinen lässt. So fiel die Entscheidung auf Kroatien und dem „Durchtingeln“ über Slowenien und die Kvarner Bucht nach Dalamtien. So war der grobe Plan, da vorausbuchen eigentlich keine Sache von mir ist und wenns gefällt bleiben wir und wenn nicht gehts einfach weiter…. dehsalb auch keine fixen Punkte, nur einen groben Plan. Also auf gehts!

Nachdem das 4Wheelbed bereits am Vorabend komplett fertig eingeräumt war (incl. der in der Heckgarage versteckten neuen Stühle und auch den neuen ACSI-Führer den ich mal ausprobieren wollte), ging es pünktlich um 6 Uhr morgens los. Der Weg führte mich noch über die ortsansässige Waage an unserer Biosgasanlage, bei dessen Betreiber ich mal angefragt habe, ob ich hier und da mal drauf fahren könnte. Wie abgeschätz war alles im grünen Bereich und die Waage zeigte 3470 Kg an. Sogar 20 Kilo weniger wie erwartet, da nur eine Gasflasche dabei war. Und Wasser und Tank waren voll. Das mit dem Gewicht ist immer so eine Sache, aber wir kommen mit 2 Personen eigentlich mit den 3,5 Tonnen gerade so hin. Mit einer weiteren Person würde das aber nicht mehr gehen.

Bei teilwesie doch starken Regen ging es dann über die A8 noch vor dem Berufsverkehr an München vorbei Richtung Salzburg. Ein erster Stopp erfolgte dann kurz vor der Grenze nach Österreich um die entsprechenden Maut-Pickerl für Österreich und Slowenien zu besorgen. Man könnte das ganze sicherlich auch gut Mautfrei fahren, ich habe mich aber dazu entschlossen, das ganze jetzt einfach mal so rum zu machen. Weiter ging es dann durch Österreich über die Tauernautobahn Richtung Karawanken-Tunnel. Das Wetter hier war immer noch sehr regnerisch, so dass wir einfach ganz gemütlich am Stück bis nach Villach durchgefahren sind. Hier war eh ein Tankstopp nötig, als rein in die nächste Autobahnraststätte. Warum ich das gemacht habe weiß ich nicht, jedenfalls wollten die hier knapp 1,43€ für den Liter… also durchgerauscht und 3km weiter direkt in Villach dann für 1,06€ getankt. Also war die Mautgebühr eigentlich schon wieder drin.

Nach dem Tanken wurde erstmal eine kleine Mittagspause am Faaker See eingelegt…. trocken, da der Regen kurz vorher aufgehört hatte. Wir lagen soweit gut in der Zeit und Verkehrsmäßig war eigentlich gar nichts los an diesem Freitag vormittag. Dies galt dann auch für die Weiterfahrt durch den Karawankentunnel. Nach der Ausfahrt des Tunnels waren wir dann um kurz nach 12 Uhr in Slowenien.

Slowenien:

Eigentlich war meine grobe Planung über Wurzen- und Vrisic-Pass direkt ins Herzen des Triglav Nationalparks zu fahren. Hier hat sich aber am Tag vor der Abfahrt ergeben, dass dieser teilweise aufgrund einer Baustelle gesperrt ist, weshalb ich den Weg über den Karawankentunnel genommen und den Weg Richtung Bled eingeschlagen habe. Dort ging es als erste mal informativ in den Visitor-Center der Nationalparkverwaltung. Anschießend überlegten wir, wo wir die Nacht verbringen sollten. Hier in Bled ist es defintiv zu überlaufen. Auf dem Weg zum Lake Bohinj wollten wir nach eventuellen Plätzen zum Freistehen schauen, fanden aber dann ein nettes Plätzchen am Camp Danica in Bohinjska Bistrica. Nett am Fluss gelegen, inmitten des Triglav NP, im ACSI-Führer mit dabei und nicht viel los…. gerade richtig um ein oder 2 Tage hier zu verbringen.

Das erste Ziel war also erreicht. Erstmal ein wenig gemütlich machen und die Stühle raus. Ich hatte ja oben schon erwähnt, dass ich in der Heckgarage neue Stühle „versteckt“ habe. Bisher hatten wir nur immer alte kleine Campingstühle dabei, die keineswegs bequem waren (siehe Vergleichsbild). Also hab ich am Vortag nach Feierabend und kurz vor Ladenschluß nochmal „eingekauft“ und die Stühle gleich sauber in der Heckgarage noch am Abend versteckt. Die Überraschung war groß, als jemand kurz auf der Toilette war und ich sagte, ich hol gleich mal die Stühle raus…. da wäre jemand fast bei der Rückkehr am Wohnmobil vorbei gelaufen, weil die Stühle nicht zum erwartenden Bild gepasst haben.  Kaum standen die Stühle begann es auch wieder kurz aber heftig zu regnen und ein Gewitter zog durch. Dank Markise war das aber auch alles kein Problem und nach wenigen Minuten zeigte sich die Sonne schon wieder vollständig. Nachdem ich den ganzen Vormittag gefahren bin, beschloss ich, noch ne kleine Runde zum Laufen zu gehen und das Umfeld ein wenig zu erkunden. Die „Lady“ machte es sich derweilen in den bereits in Beschlag genommen neuen Stühlen gemütlich.

Die Runde führte mich zuerst über eine kleine Brücke und schmale Pfade, dann auf einem Radweg immer entlang des Sava Bohinjka. Mein Iphone hatte ich  sicherheitshalber mitgenommen und es kam bei dieser tollen Landschaft immer wieder mal aus der hinteren Tasche.

Mein Weg führte mich hoch bis zum Ufer das Lake Bohinj und es kamen in Summe dann mehr wie 14km zusammen. Länger wie geplant und bei dem schwülen Wetter kam danach eine Abkühlung im eiskalten Flusswasser gerade recht.

Es war mittlerweile spät geworden und wir spazierten dann noch gemütlich in die kleine Ortschaft, die fußläufig erreichbar war. Hier nahmen wir noch lokales Bier und eine Ladung Cevapcici mit, die anschließend zum Tagesausklang auf dem Grill landeten. Das Laško Bier schmeckt mir übrigens sehr gut. Irgendwann dann nahm der Tag sein Ende.


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